in der
Oper. Jaja, das ist Kultur. Jedenfalls sah ich ein Stueck namens Manon (nicht den schnoeden Mamon). Soweit ganz gut, tat gar nich weh. Die Oper ansich war schon ein dolles Bauwerk (jetz haett ich beinahe geschrieben Bollwerk, tss). Da wir die Karten einen Tag vorher von einer Freundin bekamen, die leider nicht konnte, sasen wir auf ihren ausgewaehlten Plaetzen: Rang fuenf, Reihe F, Sitz 8 und 9. Das sind solche Stalkerplaetze, wo du unbedingt ein Fernglas brauchst, um zu sehen was los geht da unten. Also ueber uns, und hinter uns, war sogut wie nix mehr. Aber egal. MAN HAT EBEN ALLES IM BLICK, nich. So konnten wir auch sehen, das es noch beschissenere Plaetze gab, naehmlich an den Raengen links und rechts. die sasen an Tischen auf herkoemlichen Stuehlen. Die Tische hatten Leselampen, wer schon nix sieht, muss das Stueck eben lesen. So, dann fings an. Ganz klassisch eben Oper. Neben mich zwaengte sich noch schnell eine Frau hin, die eigentlich der Grund ist, hier reinzuschreiben. Es war ein ausserordentliches Exemplar einer Klatsche (das Wort gehoert eigentlich in einer andere Rubrik - also
Klatsche, die - reines Klatschwunder ). Im Anfall voelliger Begeisterung wusste sie gar nicht, wie sie zuerst klatschen sollte. Erst ganz klassisch, beide Handflaechen aneinander. Das reichte nicht, also fing sie an erst auf ihre Oberschenkel, dann auf ihre Tasche zu klopfen. Als sie dann ihre Haende wiederfand, klatschte sie erst auf den Handruecken dann auf die Handseite, aber irgendwie sollte es ihr nicht mehr gelingen dabei Klatschtoene zu erzeugen. Toene erzeugte sie dann eben mit dem Mund. Nach dem letzten Akt rasstete sie voellig aus, wissend, dass mit Klatschen wohl ihre Laute nicht bis runter zur Buehne gelangten, fing sie an zu schreien, BRAVO! und ehmmtja, andere Worte, die sehr ulkig klangen, aber keine Sau verstand. Wahrscheinlich wollte sie dann pfeifen, wusste aber nicht wie, also hielt sie die zum klatschen unfaehigen Haende vor den Mund und machte Pfeifgeraeuche. Eben nur Geraeche, was eben passiert, wenn man die Handflaechen versucht komplett in den Mund zu stecken. Das wars. Oper ist interessanter als man denkt, und wieder sinds die Menschen, die einen so reich beschenken. Danke Oper.
micamen - 6. Apr, 15:18